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Interview mit Tina Lutz

Tina Lutz und Susann Beucke

Interview: Thomas Giebelhausen

T.G.: In ihrem dritten Anlauf auf die Olympischen Spiele haben Sie mit Ihrer Vorschoterin Susann Beucke durch den Sieg bei der Kieler Woche ja auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio gelöst. Erst mal Herzlichen Glückwunsch!

Tina: Ja, vielen Dank, das ist super! Wir freuen uns total.

T.G.: Wenig Freude gab’s ja zum Jahresanfang, als die vielen Absagen kamen - erst für die Quali auf Mallorca, dann für Tokyo in diesem Jahr. Da war ja für sehr viele Sportlerinnen und Sportler erst mal die Luft raus. Wie ging’s Ihnen?

Tina: Es ging uns ganz genauso. Das ist ganz natürlich, wenn man als Sportlerin auf einmal sein Ziel nicht mehr hat, dann ist das nicht einfach. Erst mal war da also ein Riesenmotivationsloch und das hat sich auch ziemlich lange gehalten. Erst als klar wurde, dass es die Kieler Woche geben wird, kam die Motivation zurück. Aber ich habe in der Zeit meine Masterarbeit geschrieben und deswegen war ich ganz gut beschäftigt und hatte kaum Zeit, nachzudenken.

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Das Feuer ist zurück: Wie Philipp Buhl seine Leidenschaft wiederfand

Philipp Buhl

Abdruck Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung


Mit seinem sechsten Sieg bei der Kieler Woche hat der Sonthofer Philipp Buhl einen weiteren Rekord aufgestellt. Dabei musste der 30-Jährige nach dem WM-Titel viel kämpfen.

Er schreibt seine Geschichte weiter. Mit dem sechsten Erfolg bei der Kieler Woche hat sich Philipp Buhl zum alleinigen Rekordhalter des prestigeträchtigen Segel-Events aufgeschwungen. "Keine Frage, es ist immer besonders gerade in Kiel zu gewinnen. Der sechste Sieg ist eine Hausnummer", sagt der 30-jährige Sonthofer. "Dabei bin ich sicher nicht mit solch großen Erwartungen gekommen. Nicht in diesem Jahr." Denn der Athlet vom Segelclub Alpsee-Immenstadt hat allein in den vergangenen sieben Monaten emotional eine aufreibende Achterbahn erlebt.

Buhl feiert Sternstunde bei der WM in Australien
Seine historische Sternstunde in Australien hatte Buhl im Februar endgültig in den Olymp des Segelsports gehoben: Vor Melbourne war der 30-Jährige in einer atemberaubenden Gala als erster Deutscher in der Geschichte zum langersehnten Weltmeistertitel in der Laser-Klasse gesegelt. Doch schon früh nach dem größten Triumph seiner Laufbahn griffen die natürlichen Mechanismen des Sports bei Buhl. "Ich war müde nach der WM, ich hatte weniger Antrieb – das war erschreckend", gesteht die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste. "Ich bin über Jahre in eine Rolle hineingewachsen: Koffer packen, Flüge, Reisekostenabrechnung, Weltcups, Terminplanung – und das Ganze von vorne. Ich hatte nie Zeit, runterzufahren." Diese Aufgabe übernahm im März sein Kopf.

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Segelsport in Bayern lebt wieder auf

Die bayerischen Segler und Seglerinnen sind wieder auf dem Wasser und können ihrem Sport wieder weitgehend unbehindert nachgehen. "Der Bayerische Seglerverband war viele Wochen lang vor allem damit beschäftigt, den Vereinen Corona-Schutzregeln und Verhaltensmaßnahmen an die Hand zu geben," sagt Verbands-Vorstandssprecher Dietmar Reeh. "Jetzt sehen wir mit großer Freude, dass der Segelsport wieder Fahrt aufnimmt." Nach clubinternen Wettfahrten und traditionellen Yardstick-Regatten konnten inzwischen auch erste Klassenwettfahrten durchgeführt werden. Der Segelclub Füssen Forggensee veranstaltete sogar seine traditionelle sommerliche Jugendwoche, ein Trainingscamp für den Segelnachwuchs. Reeh: "Dass wir so schnell wieder segeln konnten ist vor allem den bayerischen Segelvereinen und ihren Mitgliedern zu verdanken. Die Vereine haben sich gegenseitig in der Umsetzung der Corona-Maßnahmen abgesprochen und unterstützt. Und die Mitglieder haben sich vorbildlich an die ungewohnten Einschränkungen gehalten."

Die bayerischen Segelvereine in der 1. Bundesliga

Der 1. Spieltag der DSBL - ursprünglich im Mai im Chiemsee Yacht Club als Austragungsort geplant, wurde wegen der Coronaregeln in Bayern zeitlich und örtlich nach Kiel verschoben.

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Das Segeln in Bayern erwacht aus der Coronastarre

Das Regatta-Segeln in Bayern ist in weiten Teilen wieder möglich

Auch in den bayerischen Segelvereinen werden die Anti-Corona-Maßnahmen weiter gelockert, wenn auch etwas zögerlicher als in anderen Bundesländern. Während des Lockdowns war Segeln in den Vereinen zunächst gar nicht erlaubt, die Vereine blieben geschlossen. Schritt für Schritt wurden die Corona-Regeln dann weniger restriktiv. Inzwischen laufen die Trainings beinahe wie früher und Crews dürfen bis zu zehn Segler umfassen. Geselliges Miteinander in den Vereinen ist mittlerweile wieder möglich, Veranstaltungen bleiben jedoch schwierig.

Seit dem 25. Juni gilt nun die 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Sie erlaubt den Vereinen, den Trainings- und Regattabetrieb wieder in nahezu vollem Umfang aufzunehmen. Bereits seit einigen Wochen durfte wieder gekrant und geslippt sowie im Hafen am Boot gearbeitet werden. Weiterhin gilt jedoch Mundschutz-Pflicht auf den Stegen und in den Vereinsheimen und die 1,5-Meter-Regel muss auch im Freien eingehalten werden.

Crews müssen nicht aus demselben Hausstand kommen
Insbesondere konnte der Bayerische Seglerverband erreichen, dass auch wieder Crews gebildet werden können. Es kann also wie gewohnt gesegelt werden, auch mit Personen, die nicht zu Familie oder Hausstand gehören. Allerdings sollte hier jeder für sich selbst prüfen, wie viel Risiko er sich und anderen zumutet. Dank der neuen bayerischen Regelung können auch die Trainer nun wieder größere Gruppen zusammenstellen. Das Bundesliga-Training auf den J70 konnte wieder aufgenommen werden. An Land – wo die Belüftung auch nicht so gut ist wie auf dem Boot – löst sich die Crew wieder auf und es gelten die allgemeinen Abstands- und Hygiene-Regeln.

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