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Bayerischer Innovationspreis Ehrenamt 2022 – Jetzt bewerben!: 

Bayerischer Innovationspreis Ehrenamt 2022 – Jetzt bewerben!: 
 

Bis zum 17. Oktober 2021 können Sie Ihre Bewerbung einreichen. Zu gewinnen gibt es Preisgelder von insgesamt 75.000€.

Unter dem Motto „Ehrenamt – damit gewinnen wir alle!“ hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2022 gestellt. 
Für den Innovationspreis können sich Personen, Initiativen und Organisationen bewerben, die gute Ideen rund um das Thema Ehrenamt kreativ aufgreifen und umsetzen. Dabei ist es egal, ob die Idee nur auf dem Papier steht oder bereits als Projekt auf den Weg gebracht wurde. Ziel ist, innovative Ansätze des bürger-schaftlichen Engagements in allen Phasen zu unterstützen. Deshalb wird der Bayerische Innovationspreis Ehrenamt in zwei Kategorien verliehen. Insgesamt werden Preisgelder von 75.000 Euro vergeben. 
Anmeldeschluss ist der 17.10.2021.
Mehr Informationen zum Preis und zur Bewerbung findet Ihr hier.

 

Europameisterschaft der Tornadoklasse am Forggensee

EM der Tornadoklasse am Forggensee

Am Wochenende ging die Europameisterschaft der Tornados, die erstmals in der 65-jährigen Vereinsgeschichte vom Segelclub Füssen Forggensee ausgerichtet wurde, zu Ende. Insgesamt starteten 17 Teams aus sechs Nationen, die Dank mehrerer Sponsoren eine gelungene Veranstaltung geboten bekamen. Die Organisatoren erhielten von allen Teilnehmern und ganz besonders vom Vorsitzenden der Deutschen Tornado Klassenvereinigung (DTKV) Markus Betz ein großes Lob für die hervorragende Gastfreundschaft und professionelle Organisation zu Lande und zu Wasser.

Nach insgesamt 5 Wettfahrten von 8 geplanten, standen die Tornado Europameister 2021 fest: Das tschechische Team Michaela Pavlisova und Marek Pavlis, das gleichzeitig das jüngste und unter anderem auch noch ein Mixed-Team war, sicherte sich die EM-Titel in gleich allen drei Wertungsgruppen Open, Mixed und Youth. Den griechischen Ex-Europameistern vom Nautikal Club Thessaloniki, Nicolaus Mavros und Periklis Aidinidis gelang mit drei zweiten Plätzen, einem dritten Rang und mit einer Wiedergutmachung aufgrund eines Protests der 2. Platz.

Nur knapp verpasste die 3-fache Mixed-Tornadoweltmeisterin Estela Jentsch vom Segelclub Füssen Forggensee mit Vorschoter Stefanos Pappas, Nautical Club Thessaloniki, Platz zwei und wurde 3. Die internationale Jury unter Leitung von Carlos Gracia Motta, Barcelona, hatte nur einen einzigen Protest am Samstag nach den letzten beiden Rennen zu verhandeln.

Die vollständigen Ergebnislisten sind unter "raceoffice" verfügbar:
https://www.raceoffice.org/event.php?eid=19472233325e271ccf6fade&lang=eng

Opti EM Teilnehmer Lukas Wagner im Interview.

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Am 26.6.2021 abends wurde die Europameisterschaft der Optimisten in El Puerto de Santa Maria, Spanien, mit einer großen Abschlussfeier mit Feuerwerk beendet. Alle Segler tauschten wild ihre Nationen-Shirts und die ersten Drei aus jedem Fleet wurden auf einer großen Bühne geehrt. Danach ging es für Lukas Wagner (GER-1277, Deutscher-Touring-Yacht-Club) nach zwei Wochen mit dem deutschen Team wieder nach Hause. Wir haben Lukas ein paar Fragen gestellt:

Wie war die Teilnahme an deiner ersten Europameisterschaft im Optimist mit dem Team?

Lukas: Es war sehr aufregend und wir hatten zusammen viel Spaß. Schon nach dem ersten Tag haben wir uns alle sehr gut verstanden. Besonders aufregend war mit so vielen Nationen zu segeln, die alle auf einem sehr hohen Niveau waren.

Wie war das Revier?

 Lukas: Es war toll auf dem Meer zu segeln, aber auch etwas ungewohnt bei hoher Atlantikwelle und Strom. Wir hatten verschiedene Windrichtungen und bei der Regatta zwei Tage sehr starken Wind. Das ist für mich noch nicht so einfach, da ich noch sehr leicht bin. 

Bist du mit deinem Platz zufrieden?

Lukas: Ich lag nach drei Tagen Qualifikation auf Rang 60. Und hatte somit knapp die Goldfleet (bis 52) nicht geschafft, da an dem dritten Tag es sehr viel Wind bis 25 Knoten hatte. In der Silberfleet habe ich mich bei sehr wechselnden Bedingungen von wieder sehr starkem Wind, wechselnden Windrichtungen und Strom tapfer geschlagen. Mit dem 72. Platz bin ich zweit bester Deutscher geworden und ich weiß, dass ich mit mehr Übung am Meer und mehr Gewicht noch besser werden kann.

Was waren neben dem Segeln deine schönsten Momente?

Lukas: Es startete mit dem gemeinsamen Hinflug des gesamten Teams von Düsseldorf nach Spanien, wo wir uns alle erstmal kennenlernten. Nach dem Segeln waren wir oft zusammen im Pool oder Meer baden, dabei hatten wir sehr viel Spaß. Beim Essen schauten wir gemeinsam Fußball EM und feuerten das deutsche Team an. Die Eröffnungsfeier mit unserem Einmarsch bei 38 Nationen und ich auf den Schultern unseres Trainers mit Flagge war ein richtig cooles Feeling! Auch das große Feuerwerk bei der Siegerehrung war echt aufregend und ein toller Abschluß. 

Das war ein Erlebnis, was ich niemals vergessen werde! Euer Lukas

Die Quereinsteigerin

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Fotos: Julian Pircher, Andrea Carmo
 
Annika hat nicht die klassische Opti Segelkarriere hinter sich - segelte mit 15 Jahren im Projekt „Klassenzimmer unter Segeln“ auf der Thor Heyerdahl aber bereits über den Atlantik. Nach Kielbootregatten beim Segel-Club Breitbrunn-Chiemsee (SCBC) kam der Einstieg ins Offshore Racing im Segelteam der Universität Oxford. Mit dem Team verbrachte Annika fast jedes Wochenende auf dem Solent und schnell folgten Regattaklassiker wie das Round Britain and Ireland Race, das Fastnet Race oder das Middle Sea Race. Durch das The Magenta Project, das Frauen im Segelsport fördert, erhielt Annika ein neunmonatiges Mentoring der dreifachen Weltumseglerin Abby Ehler. Sie half Annika unter anderem dabei, das so wichtige Netzwerk im Profi-Segelsport auszubauen, so konnte Annika zum Beispiel mit Idolen wie Dee Caffari segeln und lernen.
Auch im Double Handed Offshore Segeln ist Annika mit dabei. Die Entscheidung des IOC diese Disziplin wieder vom Olympischen Segeln zu streichen, bedauert Annika sehr. Gerade in Großbritannien existiert eine große Double Handed Szene, die viele junge, talentierte Segler zusammenbringt.
 
Aktuell promoviert Annika an der Universität Oxford im Bereich Nanotechnologie, davor absolvierte sie als Stipendiatin der bayerischen Stiftung Maximilaneum das Studium der Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München. Am liebsten würde sie ihre Ausbildung und das Segeln zusammenbringen, gerade die High Tech Segler wie zum Beispiel die des Americas Cups oder der Vendée Globe sind ingenieurtechnische Meisterleistungen, deren Weiterentwicklungen noch viele Herausforderungen bieten. Nächstes Ziel ist, nach Abschluß ihrer Promotion, die Teilnahme am The Ocean Race, das im Herbst 2022 in Alicante starten wird. 
 
Der Bayerische Seglerverband wünscht Annika immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und drückt die Daumen für ihre Promotion und die Profikarriere. 

Viel los im Revier Oberbayern – Chiemsee / Simssee

Ende Mai ging es endlich wieder los mit dem Regattabetrieb. Das „Bayerisch-Österreichische Korsarenschwert“ und die „Osterhasen Regatta Tempest“ standen beim Waginger SC auf dem Plan. Jeweils 21 Boote hatten in den Klassen gemeldet und Spitzensegler bis hin zu Weltmeistern starteten gern zu fünf Wettfahrten.
 
Für die Optiliga des Reviers, das gemeinsame Einsteigertraining in den Regattasport für die Opti- und Lasersegler der Region, fiel am 20. Juni der Startschuss zur ersten von insgesamt fünf Veranstaltungen dieser Serie. 
44 Boote von den derzeit in der Liga ausrichtenden fünf Vereinen am Chiemsee und vom Waginger See waren an den Simssee geekommen. Bei den Jüngsten der Jungen zeigt sich, dass auch immer mehr weiblicher Nachwuchs auf dem Wasser unterwegs ist; Plätze 1 -4  wurden 50/50 von Mädels und Jungs ersegelt. Nummer 2 der Serie fand dann wieder am Chiemsee statt mit einem erweiterten Meldefeld von über 50 Booten. Die weiteren Termine der Serie sind im Juli am 11. / 18. / 25..
Zeitgleich zu den „Kleinen“ startete die Chiemsee Meisterschaft mit der „52. Chiemsee Rund“; 49 Yachten und Jollen kamen in die Wertung.
Wie sehr sich alle freuen sich endlich wieder am dem Wasser messen zu können, egal ob alt oder jung, zeigt die Beteiligung am „Blauen Band“ am letzten Juni Samstag; 84 teilnehmende Boote.
Die Einzel-Ergebnisse sind auf manage2sail.com und velum nachzulesen.

Wer ist Julian Hoffmann?

 

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Julian Hoffmann: Diesen Namen sollten wir uns merken......

Wem mit sieben Jahren der Opti schon zu langsam ist und gleich in den Laser einsteigt, mit neun Jahren als jüngster Teilnehmer seine erste Deutsche Meisterschaft im Laser segelt, der hat das Talent Europameister zu werden. Julian Hoffmann vom Segelclub Alpsee-Immenstadt gewinnt die U21Europameisterschaft der ILCA 7 in Tivat, Montenegro.
 
Die Begeisterung für das schnelle Segeln wird schon sehr früh in einem Urlaub im Allgäu bei Julian geweckt. Mit dem Umzug ins Allgäu startet er dann richtig durch. So gewinnt er sieben mal die Deutsche Jugendmeisterschaft und gewinnt 2017 mit dem Laser 4.7 die Young European Sailing (YES). In 2018 folgt dann der Laser Radial und wieder ein Sieg bei den YES Regatten auf der Kieler Förde. Auch in den folgenden Jahren ist Julian in den Top Platzierungen der Internationalen Regatten dabei, er ist sicher eines der Top Talente des Bayerischen und des Deutschen Segelsports. Auf die Segel-Duelle mit seinem Clubkameraden Philip Buhl dürfen wir schon gespannt sein. Julians großes Ziel ist die Teilnahme an de Olympischen Spielen in Paris 2024.
 
Sportlich wird Julian durch den BSV und den DSV gefördert. Jetzt bereitet sich Julian auf die ILCA U21 WM im August in Gdynia, Polen, vor. Der Spagat zwischen dem Sportgymnasium Oberstdorf - wo er als Segler der Exot unter den Wintersportlern ist - und seinem Trainingsrevier mit dem DSV auf der Kieler Förde scheint ihm zu gelingen.Julin_Hoffmann_Salto.jpg

Der Bayerische Seglerverband drückt Julian die Daumen für die WM, freut sich auf seinen nächsten Salto und darüber einen so erfolgreichen und sympathischen Segler im BSV zu haben.