Über den Bayerischen Seglerverband

Der Bayerische Seglerverband e.V. wurde bereits im Jahr 1946 gegründet und gehört dem Bayerischen Landes-Sportverband e.V. (BLSV, München) an. Im Bayerischen Seglerverband sind knapp 200 Vereine an 60 Revieren vom Bodensee bis Nordfranken und Oberbayern vertreten. Rund 31.000 Mitglieder gehören den Segelclubs und -vereinen im Bayerischen Seglerverband an, darunter viele aktive Regattasegler/innen. Einige der weltbesten Segler/innen kommen aus Bayern! In den vergangenen Jahren nahmen sie an internationalen Events wie der Opti-WM auf Zypern, der Kieler Woche, dem Weltcup in Aarhus (DEN) und Enoshima (JPN) sowie an olympischen Segelwettbewerben teil. Der Bayerische Seglerverband ist der drittgrößte Landesseglerverband im Deutschen Segler-Verband e.V. (DSV, Hamburg).

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Bayern ist Weltmeister - Philipp Buhl sichert sich Titel im Laser Standard

Es war seine zwölfte Weltmeisterschaft im Seniorenbereich, er war 2012 Europameister, er hat 2x Bronze (2013 und 2018) und einmal Silber (2015) bei Weltmeisterschaften gewonnen. 2020 war es endlich soweit - Philipp Buhl hat im australischen Sandringham den Weltmeistertitel im Laser Standard gewonnen - wir gratulieren herzlich zu dieser herausragenden Leistung.

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Bereits in den ersten sechs Qualifikationswettfahrten zeigte der 30-jährige Allgäuer (SC Alpsee-Immenstadt) sein Können im Feld der 124 Einhandjollen aus 44 Nationen. Mit vier ersten, einem zweiten und einem vierten Platz zog Buhl als Führender in die Finalrunde der besten 42 Segler ein und auch dort zeigte er eine hervorragende Leistung. Mit Ausnahme der vorletzten Wettfaht beendete er alle Finalrennen unter den Top 6, so dass er am Ende mit zwölf Punkten Vorsprung auf den Austrailer Matthew Wearn zum Titel segelte.

Doch was war in der vorletzten Wettfahrt passiert? Buhl hatte sich auf den direkten Konkurrenten konzentriert und war mit Wearn, dem 24-jährigen Ausnahmetalent aus Australien mitgesegelt, um ihn unter Kontrolle zu halten. Die Taktik ging voll auf, Philipp Buhl stand bereits nach elf Wettfahrten als Weltmeister fest, und Wearn musste sich mit Rang zwei zufriedengeben. Rang drei belegte Tonci Stipanovic (Kroatien).

Mit dem Titelgewinn hat Philipp Buhl ein knappes halbes Jahr vor Beginn der olympischen Regatta im Revier von Enoshima alle Bedingungen zur Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)
erfüllt. Der Erfolg kommt im Olympiajahr zur rechten Zeit und lässt Buhl mit viel Selbstbewusstsein auf die Zielgerade nach Enoshima einbiegen. „Mit diesem Titel habe ich eines meiner beiden großen Ziele erreicht“, sagte Buhl im Sandringham Yacht Club kurz vor der Siegerehrung.

„Ich habe nun eines meiner beiden großen Ziele erreicht und bin heute einfach sehr glücklich“, sagte Buhl, der das WM-Gold mit seinem Trainer Alex Schlonski und seinem jungen Sparring-Partner Nik Aaron Willim (Hamburg) feierte.

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Philipp Buhl hatte sich mit Bundestrainer Schlonski, Sparringspartner Willim und internationalen Trainingspartnern wie dem Schweden Jesper Stalheim und dem Norweger Hermann Tomasgaard im vergangenen November bei einem intensiven Trainingslager im WM-Revier und noch einmal in den Wochen vor dem WM-Start auf die Titelkämpfe in der australischen Phillip-Bucht vorbereitet. Nach einer von einigen Rückschlägen begleiteten Saison 2019 hatte er eine persönliche Kurskorrektur vorgenommen. „Ich wollte bewusst einer möglichen Verkrampfung entgegenwirken, nicht mehr ganz so schematisch arbeiten,
sondern große Serien wie diese Weltmeisterschaft etwas lockerer angehen. Es ist natürlich leichter gesagt als getan, mehr Leichtigkeit ins Spiel zu bringen, aber mir hier in Melbourne gut gelungen. Auch darüber bin ich sehr glücklich.“ Mit Philipp Buhl hat zum ersten Mal ein deutscher Steuermann einen WM-Titel in der Laserklasse gewonnen, die seit 1996 Teil des olympischen Programms ist.

Bundestrainer Alex Schlonski beschrieb die Leistungen seines Schützlings als „unglaublich gut“ und sagte: „Philipp hat hier zu keiner Zeit seine Konzentration verloren und eine denkwürdige Regatta absolviert. Dafür hat er ein bisschen in seinem Perfektionsimus lockergelassen. Dass er die Serie schon ein Rennen vor Schluss im Sack hatte, war das i-Tüpfelchen dieser Leistung.“

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