
50.000 Besucher, mehr als 60 Sportangebote und mittendrin kleine Segelboote auf dem Olympiasee: Beim Münchner Outdoorsportfestival zeigen Kinder anderen Kindern, wie Segeln funktioniert.
Biken, Bouldern, Bogenschießen – und Segeln mitten im Olympiapark: Beim 10. Münchner Outdoorsportfestival wird auch der Olympiasee zum Sportrevier. Die Hauptrolle übernehmen dabei die Jüngsten. In ihren Optimisten nehmen Kinder andere Kinder mit aufs Wasser und zeigen ihnen, wie Segeln funktioniert.
Mehr als 50.000 Menschen kamen am Sonntag, 27. September 2026, bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen in den Olympiapark. Acht Stunden lang konnten sie an sieben Standorten mehr als 60 Sportangebote ausprobieren. Zwischen Eisklettern, Footvolley und Pickleball feierte auch der Bayerische Seglerverband (BSV) seine Festivalpremiere.
„Wir wollten nicht darauf warten, dass die Menschen zum Segeln kommen – wir wollten mit dem Segelsport zu den Menschen gehen“, schreibt Christine Schlockermann, Vizepräsidentin Breitensport im BSV, in ihrem Bericht über die Veranstaltung.
Besonders die jungen Seglerinnen und Segler machten aus diesem Vorhaben ein Erlebnis. Sie nahmen interessierte Kinder in ihren Optimisten mit auf den Olympiasee und ermöglichten ihnen erste Erfahrungen mit dem Segelsport. Kinder zeigten Kindern, wie Segeln funktioniert – ohne lange Erklärungen, direkt auf dem Wasser.
Auch an Land gab es einiges auszuprobieren. Besucher konnten Boote aus der Nähe betrachten, Segelknoten knüpfen und mit aktiven Seglerinnen und Seglern ins Gespräch kommen. Der Deutsche Segler-Verband unterstützte die Aktion: Andreas Vornefeld brachte Mitmachideen, Material und Ausstattung mit.
Für den gemeinsamen Auftritt hatten sich sechs bayerische Vereine zusammengetan: der Münchner Yachtclub, der Touring Yachtclub, der Bayerische Yachtclub, der Simssee Yachtclub, der MRSV und der Surfclub Chiemsee. Das Organisationsteam um Bettina Gerstmeier und Simone Staudacher hatte die Premiere vorbereitet.
Für den BSV sollte es nicht bei diesem ersten Auftritt bleiben. Schlockermann verband mit der Aktion das Ziel, den Breitensport sichtbarer zu machen, Vereine stärker zu vernetzen und mehr Menschen fürs Segeln zu begeistern.
Oder, wie sie es in ihrem Bericht formulierte: „Segeln gehört mitten ins Leben. Und manchmal eben auch mitten in den Münchner Olympiapark.“









