Die Mitgliederversammlung 2026 setzte wichtige Impulse für eine moderne, inklusive und schlagkräftige Verbandsarbeit in Bayern.
München, 14.März 2026: Die Mitgliederversammlung des Bayerischen Segelverbands hat zentrale Entscheidungen für die kommenden Jahre getroffen. Neben der Wahl des neuen Vorstands standen die Umbenennung des Verbands, eine erweiterte Vorstandsstruktur und wichtige Impulse für Jugend, Ausbildung und Interessenvertretung im Mittelpunkt.

Die Mitgliederversammlung des Bayerischen Segelverbands hat am 14. März 2026 im Haus des Sports in München zentrale Entscheidungen für die künftige Ausrichtung des Verbands getroffen. Vor großer Beteiligung stellten die Delegierten die Weichen für eine modernere Organisation, stärkere Vereinsnähe und eine noch konsequentere Förderung des Segelsports in Bayern.
Der Verband vereint derzeit 179 ordentliche und 3 außerordentliche Mitgliedsvereine mit insgesamt mehr als 31.000 Seglerinnen und Seglern. Bemerkenswert ist dabei der hohe Anteil junger Mitglieder: Rund ein Viertel ist jünger als 27 Jahre. Das wertet der Verband als starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Segelsports im Freistaat. Neu aufgenommen wurden der Segelclub Breitenthal, der Memminger Yacht Club und die Bayerische Seglervereinigung.
Auch sportlich zog der Verband eine positive Bilanz. Im Nachwuchs-Leistungssport wurden im vergangenen Jahr 330 Trainingstage auf dem Wasser realisiert, dazu kamen 16 Regionaltrainingsmaßnahmen. Neue Impulsprojekte, unter anderem im Bereich Foiling, sollen den Segelsport zusätzlich attraktiver machen. In den Nachwuchs-Bootsklassen konnten bayerische Seglerinnen und Segler zahlreiche Podestplätze erringen. Einen sichtbaren Höhepunkt der Saison bildet erneut die Verleihung des bayerischen Sportpreises Segeln „Bayerns Beste“, bei der am Abend erfolgreiche Athletinnen und Athleten geehrt werden.
Auch in der Ausbildung setzt der Verband seinen Modernisierungskurs fort. Neue Seminarformate, digitale Angebote und praxisnahe Inhalte sollen Ehrenamtliche und Aktive noch gezielter unterstützen. Damit reagiert der Verband auf veränderte Anforderungen im Sport ebenso wie auf den Bedarf nach zeitgemäßen, flexiblen Bildungsangeboten.
Breiten Raum nahmen zudem die Interessenvertretung und sportpolitische Themen ein. So befasste sich die Versammlung unter anderem mit den geplanten Änderungen der Sportschifffahrtsverordnung sowie mit den Folgen der invasiven Quagga-Muschel für bayerische Gewässer. Der Verband wertete es als wichtigen Erfolg, dass eine zunächst vorgesehene regionale Einschränkung bei Sportbootführerschein-Prüfungen nicht umgesetzt wird. Gerade in solchen Fragen, so wurde deutlich, gewinnt die politische und fachliche Vertretung der bayerischen Segelvereine weiter an Bedeutung.
Die Delegierten verabschiedeten die Jahresrechnung 2025, die Entlastung des Vorstands sowie den Wirtschaftsplan 2026 einstimmig. Zwei Beschlüsse ragten dabei besonders heraus: Mit großer Mehrheit wurde die Umbenennung in „Bayerischer Segelverband“ beschlossen. Der neue Name soll ein bewusstes Signal für einen modernen, inklusiven und zukunftsorientierten Verband setzen. Ebenfalls einstimmig angenommen wurde eine Satzungsänderung, mit der der Vorstand erweitert wird. Ziel ist eine klarere Aufgabenverteilung und eine effektivere Verbandsarbeit.
Im Mittelpunkt der Versammlung stand schließlich die Neuwahl des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten betonten in ihren Vorstellungen das gemeinsame Ziel, die Vereine stärker in den Mittelpunkt zu rücken und die Wertschätzung der Mitglieder zum Maßstab des Handelns zu machen. Die Mitgliederversammlung sprach dem neuen Führungsteam einstimmig das Vertrauen aus.
Zum Präsidenten wurde Bernd Hassenjürgen gewählt. Christine Schlockermann übernimmt das Amt der Vizepräsidentin Breitensport. Dr. Helmut-Peter Müller wurde zum Vizepräsidenten Verwaltung und Reviervertreter gewählt, Jürgen Mitsch zum Vizepräsidenten Leistungssport, Sebastian Reisböck zum Vizepräsidenten Ausbildung und Konstantin Knorr zum Vizepräsidenten Jugend.

Der neue BSV Vorstand: Präsident Bernd Hassenjürgen, Jürgen Mitsch Vizepräsident Leistungssport, Christine Schlockermann Vizepräsidentin Breitensport, Sebastian Reisböck Vizepräsident Ausbildung und Dr. Helmut-Peter Müller Vizepräsident Verwaltung und Reviervertreter (von rechts), nicht auf dem Bild: Konstantin Knorr
Mit der neuen Struktur und einer breiter aufgestellten Aufgabenverteilung sieht sich der Verband organisatorisch gut gerüstet für die kommenden Jahre. Besonders positiv wurde die Neubelebung der Jugendarbeit aufgenommen. Mit der Wahl eines Landesjugendobmanns und eines engagierten Jugendteams soll die Jugend künftig wieder eine zentrale Rolle im Verband einnehmen.
Die Mitgliederversammlung machte deutlich, dass sich der Bayerische Segelverband als moderner, handlungsfähiger und engagierter Partner seiner Vereine versteht. Mit klaren Beschlüssen, großer Geschlossenheit und einem einstimmig gewählten Vorstand geht der Verband mit Rückenwind in die nächsten Jahre.
