
Sophie Steinlein und Catherine Bartelheimer verpassen bei der 49erFX-Europameisterschaft vor Eckernförde nach einem starken Schlusstag knapp das Podium. Die Steuerfrau aus Wörthsee und ihre Vorschoterin vom Segelclub Inning am Ammersee belegten Rang vier in der europäischen Wertung und Platz fünf im internationalen Gesamtklassement.
Die Titelkämpfe vom 7. bis 12. Juli verlangten den Skiffseglerinnen und Skiffseglern nahezu das gesamte Windregister ab. Zum Auftakt fegten Böen mit bis zu 34 Knoten über die Eckernförder Bucht. Am zweiten Tag ging es bei 12 bis 20 Knoten weiter, bevor deutlich leichtere und stark drehende Winde die Regatta zunehmend taktisch prägten.
Steinlein und Bartelheimer behaupteten sich unter diesen wechselnden Bedingungen in der Spitzengruppe. Nach dem dritten Regattatag lagen sie auf Rang drei der offenen Wertung. Am Sonnabend meldeten sie sich mit den Plätzen sieben, drei und zwei noch einmal eindrucksvoll im Kampf um die Medaillen zurück. Als Fünfte der offenen und Vierte der europäischen Wertung qualifizierten sie sich für das Finale der besten zehn Teams.
Dort bekamen sie jedoch keine Gelegenheit mehr, das Podium anzugreifen. Der Wind brach am Sonntag immer wieder zusammen. Während die 49er nach mehreren erfolglosen Versuchen ohne Wettfahrt in den Hafen zurückkehrten, blieben die 49erFX bereits an Land. Damit entschied der Stand vom Vorabend über die Medaillen. Steinlein und Bartelheimer fehlten in der Abschlusstabelle sieben Punkte zu EM-Bronze.
In der 49er-Klasse waren drei weitere bayerische Crews vertreten. Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayerischen Yacht-Club beendeten die Europameisterschaft auf Rang 25 und wurden in der offenen Wertung 31. Nach ihrem vierten Platz bei der Weltmeisterschaft im Mai gelang es den Olympia-Elften von Marseille diesmal nicht, sich für die Goldflotte der besten 25 Teams zu qualifizieren.
Lucas und Moritz Hamm vom Chiemsee Yacht Club erreichten EM-Rang 33 und Platz 46 im internationalen Feld. Nach ihrem Einstieg in die Klasse im Laufe des Jahres 2025 bestritten die 18 Jahre alten Zwillinge 2026 ihre erste volle Saison im olympischen 49er. Mit einem zweiten Platz in einer Wettfahrt ihrer Gruppe setzten die Nachwuchskadersegler ihren stärksten Akzent.
Valentin Müller und Moritz Fiebig vom Bayerischen Yacht-Club belegten EM-Rang 59 und Platz 85 der offenen Wertung. Nach zwei verpassten Wettfahrten und einem Ausfall zum Auftakt arbeiteten sie sich im weiteren Verlauf der Serie noch bis auf einen dritten Platz in einer Wettfahrt ihrer Gruppe vor.
Den offenen Gesamtsieg im 49erFX holten die Kanadierinnen Georgia und Antonia Lewin-LaFrance. Marla Bergmann und Hanna Wille sicherten sich als bestes europäisches Team den EM-Titel. Im 49er gewannen die neuseeländischen Weltmeister Seb Menzies und George Lee Rush die offene Wertung; Europameister wurden die Briten James Grummett und Rhos Hawes.
