Am 14. Februar 2026 fand im Münchner Ruder- und Segelverein (MRSV) das Seminar „Grundlagen zu Vermessung und Ausrüstungskontrolle (8 UE)“ des Bayerischer Seglerverband e.V. statt. Trotz Fasching und Valentinstag waren 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen Bayerns nach Starnberg gereist, um sich intensiv mit der Arbeit des Technischen Komitees bei Meisterschaften und internationalen Regatten auseinanderzusetzen.

Referent Ulrich Voglmaier, Internationaler Vermesser, vermittelte mit großer Praxisnähe die Aufgaben und Verantwortung des Technical Committees innerhalb einer Regattaorganisation. Anhand zahlreicher Beispiele aus über 20 Jahren Tätigkeit als Vermesser machte er nachvollziehbar erlebbar, wie Klassenregeln angewendet, Boote und Segel überprüft und Ausrüstung kontrolliert werden – und wie ein Vermesser professionell, sachlich und zugleich respektvoll mit Seglerinnen und Seglern kommuniziert.
Die Teilnehmer konnten anschaulich verfolgen, wie Kontrollen an Rumpf, Rigg und Segeln ablaufen und was die verschiedenen Messmittelklassen bedeuten. So sollte zum Beispiel, wenn möglich mit einem Messmittel der Klasse 2 zu gearbeitet werden. Auch das Verfahren bei festgestellten Abweichungen sowie mögliche Sanktionierungen wurden transparent erläutert und diskutiert.
Ein besonderer Praxisbaustein war die Vermessung eines neuen Opti-Segels nach den Vorgaben der International Optimist Dinghy Association (IODA). Ergänzend wurde eine Opti-Schwert- und Ruder-Kontrolle durchgeführt – ein greifbares Beispiel dafür, wie Detailgenauigkeit und Regelkenntnis zusammenspielen.
Zum Abschluss ermutigte Ulrich Voglmaier die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen: Wer Interesse hat, in einer Klasse als Vermesser tätig zu werden, ist eingeladen, sich direkt bei ihm zu melden und den nächsten Schritt in Richtung aktiver Mitarbeit im technischen Bereich des Regattasports zu machen.
Mit diesem Seminar stärkt der BSV nachhaltig Qualität, Transparenz und Fairness im bayerischen Regattasport und baut zugleich die Kompetenz der Wettfahrtoffiziellen und Trainer weiter aus.
