Bayern auf dem Treppchen der Kieler Woche

27.06.2026

Steinlein/Bartelheimer im 49erFX und Löffler/Hoerr im 470er holen bei der Kieler Woche Bronze, Philipp Buhl verpasst das Podium nur knapp

Drei Medaillen mit bayerischer Beteiligung: Bei der Kieler Woche standen im olympischen Teil gleich mehrere Seglerinnen und Segler aus bayerischen Vereinen auf dem Podium – im 49erFX, im 470er Mixed und nur knapp daneben im ILCA 7.

Bronze im 49erFX holten Sophie Steinlein und Catherine Bartelheimer, die für den Segelclub Inning am Ammersee und den Norddeutschen Regatta Verein segeln. Steinlein, gebürtige Wörthseerin, die derzeit viel am Gardasee lebt, und ihre Vorschoterin Bartelheimer mussten nach den beiden Medal Races lange zittern. Sie gewannen das zweite Rennen, lagen am Ende aber punktgleich mit Johanne und Andrea Schmidt aus Dänemark. Es dauerte, bis die Jury die Wertung aufgelöst hatte – der Laufsieg gab den Ausschlag, die Bronzemedaille ging nach Inning. Die Kieler Woche gewannen die Kanadierinnen Georgia und Antonia Lewin-Lafrance vor Helen Pais und Helen Ausman aus Estland.

„Früher war ich beim Leichtwindsegeln wie bei dieser Kieler Woche nicht so gut. Jetzt finde ich das aber ganz cool", sagte Steuerfrau Sophie Steinlein.

Eine zweite bayerische Bronzemedaille kam aus dem 470er Mixed, wo das Podium rein deutsch besetzt war. Theresa Löffler und Christopher Hoerr, die für den Deutschen Touring Yacht-Club in Tutzing und den Segelclub Breitbrunn am Chiemsee starten, wurden Dritte. Vor ihnen siegten Simon Diesch und Anna Markfort vor Malte Winkel und Bente Batzing. Ein abschließendes Finale gab es nicht – die Flaute am Mittwoch ließ das Medal Race ausfallen, es zählte der Stand vor dem Finaltag.

Knapp am Podium vorbei segelte Philipp Buhl im ILCA 7. Der Allgäuer, der für den Segelclub Alpsee-Immenstadt und den Norddeutschen Regatta Verein startet, lag als Fünfter in Schlagdistanz zum Treppchen und brauchte das Medal Race – das ihm die Flaute nahm. Im ILCA 7 wurde am Mittwoch nicht mehr gesegelt. „Sportlich zufrieden" war Buhl trotzdem mit seinem fünften Platz. Sein Fazit: „Für den Wind kann niemand was."

Denn das Wetter prägte die olympische Halbzeit. Über die Woche kämpfte der Gradientwind gegen die thermische Seebrise, am Finaltag setzte sich die Flaute durch. Nur vier der zwölf geplanten Medal Races kamen zustande, acht fielen aus.

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