Schon Kult geworden ist die jährliche Seglerehrung, die der HSC für das abgelaufene Jahr erneut mit fast 100 Besucherinnen und Besuchern durchgeführt hat. Ausgewählte sportliche Höchstleistungen, zahlreiche besondere ehrenamtliche Engagements, aber auch Besonderheiten sowie Trostpreise für „Pleiten, Pech und Pannen“ wurden mit vielen Bildern, Filmen und Interviews präsentiert – oft mit Humor, Derblecken und Witz durch Sportwart Christoph Quinger und den Vorsitzenden Martin Boschert. Insgesamt gab es über 40 Ehrungen.

Zu Beginn hielt der Vorstand des Bayerischen Segelverbands, Bernd Hassenjürgen, eine Laudatio auf den HSC. Mit über 500 Regattaeinsätzen, 33 Siegen, 12 WM-Teilnahmen und 16 IDM-Teilnahmen sowie einer hervorragenden Trainingsarbeit für die Jugend und hochklassigen Regattaveranstaltungen sei der HSC ein Leuchtturm in der bayerischen Segelfamilie.
Ein besonderer Dank ging anschließend an die befreundeten Clubs ASViM, ASC, DSC und RMSC. Sie ermöglichten es dem HSC im Jahr des Neubaus des Clubhauses, bei ihnen Regatten auszurichten und damit nahezu alle sportlichen Veranstaltungen trotz fehlender eigener Clubinfrastruktur durchführen zu können.
Im weiteren Verlauf standen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Besonders hervorgehoben wurden Arend Gottschalk, der in der Optiliga überzeugte, sowie der Senkrechtstarter Keanu Schadrack mit zwei Regattasiegen sowie Silber- und Bronzeplätzen bei der Bayerischen Jugendmeisterschaft und der Bayerischen Meisterschaft in der ILCA-4-Klasse.
Auch die fünfte Deutsche Meisterschaft in der Dyas von Jens Olbrsýsch sowie zahlreiche Top-Ergebnisse insbesondere in den Klassen ILCA, FD und H-Boot standen im Fokus.
Auf dem Stockerl der HSC-Rangliste – in die alle Seglerinnen und Segler (2025: 115), die mindestens drei Regatten gesegelt sind, aufgenommen werden – standen wie im Vorjahr die FD-Segler Hans-Peter Schwarz und Roland Kirst auf Platz 1 sowie der Tempest-Segler Stefan Durach auf Platz 3.
Für viele Lacher sorgten unter anderem immer wieder eingeblendete, von einer KI generierte Seglerbilder. Sie zeigten eindrucksvoll, dass künstliche Intelligenz manchmal auch kreative „Halluzinationen“ produziert – etwa fliegende Boote und andere Kuriositäten, die mit der Realität nur bedingt übereinstimmen.
Nun freut sich der HSC auf die neue Saison 2026 – mit neuem Clubhaus und hoffentlich wieder zahlreichen Erfolgen auf den Regattabahnen.
Text und Bilder: Christoph Quinger, HSC
