Die Eissegel-Weltmeisterschaft 2026 – ausgetragen als DN Class Gold Cup im Rahmen der kombinierten Welt- und Europameisterschaften – gehört zu den Top-Regatten im internationalen Eissegelsport. Mehr als 100 Seglerinnen und Segler aus rund einem Dutzend Nationen gingen an den Start. Wie so oft in diesem Sport stellte das Wetter die Organisatoren vor Probleme: Wechselhafte Eis- und Windverhältnisse zwangen zunächst zur Verlegung von Polen nach Schweden, und dann wieder zurück nach Polen wo der Wettbewerb auf den Buckower See in Westpommern ausgetragen wurde.

Für den Münchner Yacht-Club (MYC) startend, war Andi Lachenschmid (G719) einer von mehreren deutschen Teilnehmern in diesem hochkarätig besetzten Feld. Am Ende belegte er den 20. Gesamtrang – und damit den besten Platz unter allen deutschen Startern, knapp zwei Punkte vor Jost Kolb auf Platz 21. Über die fünf ausgetragenen Wettfahrten zeigte Lachenschmid eine durchgehend solide Serie, die ihn trotz der anspruchsvollen Verhältnisse nah an der internationalen Spitze hielt.
Das Niveau war durchgehend hoch. Favoriten wie der estnische Weltmeister Rasmus Maalinn, der diese WM gewann oder der zweitplatzierte und Americas Cup Steuermann Karol Jablonski gaben das Tempo vor und dominierten das Feld. Lachenschmid musste – wie alle Teilnehmer – mit häufig wechselnden Wind- und Eisverhältnissen umgehen, die sowohl bei den Starts als auch auf den einzelnen Kursabschnitten taktische Flexibilität und Erfahrung abverlangten.
Weitere Eissegel WM-Teilnehmer aus Bayern waren: Thomas Huber, Bernd Jahn und Peter Brögg.
Platz 20 bei einer Weltmeisterschaft mit über 100 Startern aus aller Welt ist eine beachtliche Leistung. Andi Lachenschmid hat damit einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er im internationalen DN-Eissegelzirkus mithalten kann – und dass er innerhalb des deutschsprachigen Raums zur absoluten Spitze gehört.
Text: bjh, Foto:
