Kein Happy End beim Olympischen Testevent in Enoshima

Für die bayerischen Seglerinnen und Segler gab es keinen Grund zur Freude beim letzten Test vor Enoshima, dem Revier für die Olympischen Spiele 2020. Einzig Philipp Buhl (SC Alpsee Immenstadt) gelang der Sprung in die Top 10, die beiden 470er-Teams erreichen nur Platzierungen im hinteren Bereich.

Die Testregatta des Weltsegelverbandes World Sailing ist regelmäßig ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen, zeigt sie doch, welche Nation und welche Sportlerinnen und Sportler sich bereits gut auf die Bedingungen vor Ort eingestellt haben und mit wem voraussichtlich auch in einem Jahr zu rechnen sein wird. Wer vorne mitsegelt sendet auch eine Nachricht an die Konkurrenz, doch das ist den bayerischen Seglerinnen und Seglern leider in diesem Jahr misslungen.

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Philipp Buhl (SCAI) konnte zwar in mehreren Wettfahrten sein Können unter Beweis stellen, erreichte aber in vier der zehn Läufe auch Positionen um Platz 20, so dass es am Ende nicht zu einem absoluten Spitzenresulat reichte. Den siebten Gesamtplatz im Feld der 35 Einhandjollen kann der Allgäuer als positives Zeichen sehen, für den Kampf um eine Medaille muss er allerdings mehr Konstanz in seine Ergebnisse bringen - ein Ziel an dem er akribisch arbeiten wird. "Ich bin enttäuscht und unzufrieden", zieht der 29-jährige selbstkritisch Bilanz.

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Keine guten Erinnerungen an den Aufenthalt in Enoshima in diesem Jahr werden Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß (beide Deutscher Touring YC) mit nach Hause nehmen. Zwar gelang es bei der Weltmeisterschaft den Nationenstartplatz zu sichern (siehe Bericht) und so hätten die Beiden eigentlich befreit segeln können, doch es scheint, dass von Beginn an keine Lockerheit aufkommen wollte, so dass am Ende mit Ausnahme von einer Wettfahrt nur Ergebnisse in der zweiten Hälfte des Feldes erreicht wurden. In der Gesamtwertung bedeutete dies den 17. Platz im Feld der 20 Zweihandjollen.

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Das eigene Können konstant in gute Resulate umzusetzen - was so einfach klingt, ist extrem schwierig zu erreichen. Leider konnten auch Simon Diesch (Friedrichshafen) und Vorschoter Philipp Autenrieth (Bayerischer YC) in acht von zehn Wettfahrten kein Ergebnis in der ersten Hälfte einfahren, so dass sie sich am Ende mit Rang 14 von 22 Booten zufrieden geben mussten. Mit den Plätzen zwei und fünf zeigten sie jedoch, dass sie durchaus das Potential haben, um in den Top 10 mitzuspielen. Entscheidend wird sein, ob es einer deutschen Mannschaft im kommenden Fühjahr gelingt sich den letzten verbleibenden Nationenstartplatz für Tokyo zu sichern.

Alle Informationen zur Regatta hier.