Hörmann bleibt DOSB-Präsident

Alfons Hörmann mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Die 15. Mitgliederversammlung des DOSB hat am 1. Dezember in Düsseldorf das Präsidium für die nächsten vier Jahre gewählt.

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Am Ende der 15. Mitgliederversammlung wünscht das neu gewählte DOSB-Präsidium den ca. 400 Delegierten ein schönes Weihnachtsfest. Foto: DOSB / Ulla Burghardt

Die 15. Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat in Düsseldorf das Präsidium für die nächsten vier Jahre gewählt. Die rund 400 Delegierten bestätigten mit großer Mehrheit in geheimer Wahl Alfons Hörmann in seinem Amt als DOSB-Präsident (383 von 444 gültigen Stimmen,  86,3 Prozent).

Als Gegenkandidat trat Dr. Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon-Union (DTU) an, der 61 Stimmen erhielt. „Ich bedanke mich für das großartige Vertrauen, das mir heute von den Mitgliedern erneut entgegengebracht wurde“, sagte Hörmann. „Wir werden mit einem kompetenten und motivierten Team die vielschichtigen Aufgaben der Zukunft angehen. Dies werden wir auf der Basis der von der Mitgliederversammlung in Düsseldorf beschlossenen Weichenstellungen angehen, die das bisherige DOSB-Präsidium vorbereitet hat.“

Vor den Wahlen hat Bundesinnenminister Horst Seehofer in seiner Rede die herausragenden Leistungen und die große Bedeutung des organisierten Sports für die Gesellschaft betont. Er hat dem DOSB seine volle Unterstützung für die weitere Umsetzung der Leistungssportreform zugesichert und die Entwicklung  einer gemeinsamen Strategie für Großveranstaltungen in Sportdeutschland angekündigt, zu denen mittelfristig auch eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele zählen könnte.

Zur Nachfolgerin für den ausgeschiedenen Vizepräsidenten Leistungssport, Ole Bischof, wurde Uschi Schmitz (66) einstimmig gewählt. Bischof hatte im Sommer bekannt gegeben, dass er auf eine erneute Kandidatur verzichte, weil die zeitliche Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf in seiner aktuellen Lebensphase nicht einfach sei. Die frühere Hockey-Nationalspielerin und Diplom-Sportlehrerin Schmitz ist noch bis Ende des Jahres 2018 als Geschäftsführerin der Service GmbH des Deutschen Turner-Bundes tätig, bevor sie dort altersbedingt ausscheiden wird. Zuvor wirkte sie jahrzehntelang als Generalsekretärin/Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hockey-Bundes.

Für den ebenfalls aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierenden Vizepräsidenten Finanzen, Stephan Abel, entschied sich die Versammlung einstimmig für den früheren Volleyball-Bundesligaspieler Kaweh Niroomand (65), der über Jahrzehnte erfolgreich in der Führung eines international agierenden Unternehmens tätig war, bevor er im Herbst 2014 seine berufliche Laufbahn beendet hat. Im Sport hatte er in den vergangenen zwei Jahrzehnten entscheidenden Anteil an der Erfolgsgeschichte der Berlin Volleys und ist Sprecher der Berliner Profiklubs.

Nachfolger von Walter Schneeloch, Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung, der schon Anfang des Jahres bekanntgab, dass er nach zwölf Jahren nicht mehr kandidiert, wurde Andreas Silbersack (51), der Präsident des LSB Sachsen-Anhalt und bisheriger Sprecher der Konferenz der Landessportbünde.

Einstimmig bestätigt in ihren Ämtern wurden die Berliner Professorin Dr. Gudrun Doll-Tepper als Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, die Leipziger Sportsoziologin Dr. Petra Tzschoppe als Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung sowie Jan Holze als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend. Jonathan Koch wurde als gewählter Vertreter der Athleten-Kommission im DOSB-Präsidium von der Versammlung bestätigt. Er löst in dieser Funktion Max Hartung ab.

Britta Heidemann gehört als Mitglied der Athletenkommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) automatisch dem DOSB-Präsidium an. (DOSB Pm.)

DOSB: Neue Ethik-Kommission (Link)