Sportfördermittel 2019

DOSB: Die Umsetzung der Leistungssportreform gewinnt dank der Beschlüsse im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags in der Nacht von Donnerstag auf Freitag weiter an Fahrt. Für das Jahr 2019 sind zusätzliche Sportfördermittel in Höhe von rund 70 Millionen Euro genehmigt.

Das ist eine großartige Unterstützung für unsere Athletinnen und Athleten sowie unsere Verbände. Nach vier Jahren harter und intensiver Reformarbeit mit durchaus schwierigen Phasen ist es Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem BMI gelungen, einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur erfolgreichen Umsetzung der Reform zu erreichen“, erklärte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), am Rande der Sportministerkonferenz der Länder in St. Wendel/Saarland. 

Für das Jahr 2019 sind damit zusätzliche Sportfördermittel in Höhe von rund 70 Millionen Euro genehmigt, so dass das Niveau der Sportförderung des Bundes um ca. 42 Prozent auf nunmehr rund 235 Millionen Euro ansteigen wird. „Unser Dank für diesen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu einer optimalen Förderung unser Sportlerinnen und Sportler gebührt den Haushältern im Deutschen Bundestag, den Fachpolitikern im Sportausschuss und dem Bundesinnenministerium mit Bundesminister Horst Seehofer an der Spitze. Gemeinsam mit dem BMI und unseren Mitgliedsorganisationen werden wir verantwortungsvoll mit den Mitteln umgehen und dafür Sorge tragen, dass sie schon bald für die Athletinnen und Athleten an der Basis spürbar werden“, sagte Hörmann.

Vor vier Jahren hatte sich der DOSB mit dem damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf die Erarbeitung eines Konzeptes für eine umfassende Leistungssportreform sowie die anschließende Umsetzung geeinigt. Ziel dieser Reform war und ist bis heute, die bestmögliche Förderung der Athletinnen und Athleten mit Potenzial für Weltspitzenleistungen.

Wichtige strategische Bedeutung für Sportdeutschland haben neben den Maßnahmen zur Umsetzung der Leistungssportreform insbesondere auch die getroffenen Entscheidungen der Haushälter zur Unterstützung von Sportgroßveranstaltungen, beispielsweise die besondere Förderung der Special Olympics World Summer Games im Falle eines Zuschlags für Berlin in wenigen Tagen und die Unterstützung der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf sowie das nächste Deutsche Turnfest in Leipzig im Jahr 2021. Zudem wird sich der Bund erfreulicherweise auch für die Sportinfrastruktur in der Fläche weiter engagieren, in dem er sein Programm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ weiterführt. „Damit erfährt Sportdeutschland über alle Ebenen wertvolle Unterstützung – das sorgt für einen wichtigen Motivationsschub im ganzen Land“, bilanzierte Hörmann.

Neben dem erheblichen Aufwuchs der Sportfördermittel des Bundes konnte bei der 42. Sportministerkonferenz der Bundesländer in St. Wendel mit der einstimmigen Verabschiedung der neuen Bund-Länder-Vereinbarung ein weiterer wegweisender Schritt zur Neuordnung der Finanzierungsbeiträge im Leistungssport und bei der Spitzensportförderung erzielt werden. Damit werden insbesondere die wichtigen Strukturen im Bereich des Nachwuchs-Leistungssports gestärkt. (DOSB Pm.)