DOSB-Fazit zu den YOG 2018 in Buenos Aires

Einzigartige Erfahrungen motivieren für mehr. Die Athletinnen und Athleten des Jugend Team Deutschland kehren mit reichhaltigen Eindrücken von den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires zurück.

Schaut man sich allein die Zahlen zum Auftreten des Jugend Team Deutschland bei den dritten Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires an, lesen sich diese recht nüchtern:

20181008 bayog mc 07114 kornelli74 junge Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland im Alter von 15 bis 18 Jahren gingen in Argentiniens Hauptstadt in 24 Sportarten an den Start und erkämpften sich dabei drei Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen, sowie eine Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen in gemischten Nationen-Teams. NB: Aus Bayern war u.a. die 18-jährige Kiterin Alina Kornelli aus Reichersbeuern am Start (links). Sie hatte im Vorort San Isidro bis zum Finale fünf von sechs Rennen für sich entscheiden können.

Fragt man allerdings Sportler, Trainer und Offizielle oder wirft einen Blick auf die Social-Media-Kanäle der Athleten, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Hier geht es viel um Emotionen, einzigartige Erlebnisse und Eindrücke. Viele finden kaum Worte, um das in den drei Wochen in Buenos Aires Erlebte zu beschreiben. Eindrücke aus dem Zusammenleben mit verschiedensten Nationen im Olympischen Jugenddorf, tolle Stimmung und Atmosphäre an den immer voll besetzten Wettkampfstätten mischen sich dabei mit Freude und Enttäuschungen über das sportliche Abschneiden in einem international topbesetzten Teilnehmerfeld.

„Voll cool“ sei die Erfahrung Olympische Jugendspiele gewesen, sagte z.B. Judo-Goldmedaillengewinnerin Raffaela Igl. Ein „absoluter Ansporn“ für die Zukunft war die Teilnahme für Kletterin Hannah Meul. „Das ist einfach unbeschreiblich hier, und ich bin einfach nur stolz und froh, dabei gewesen zu sein“, fasste Schwimmerin Angelina Köhler ihre Eindrücke zusammen.

Bewegt zeigte sich auch DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker. „Ich war vor allem beeindruckt von der begeisternden Atmosphäre in Buenos Aires“, sagte sie. „Es ist gelungen, die Spiele in die Stadt zu holen und die Bevölkerung für die Spiele zu begeistern. Das haben auch unsere jungen deutschen Athletinnen und Athleten gespürt, die unvergleichliche Erinnerungen und eine hohe Motivation für ihre sportliche Zukunft mitnehmen werden. Die jungen Sportlerinnen und Sportler haben die Olympische Idee aufgenommen und werden alles daran setzen, irgendwann auch bei den Spielen der ‚Großen‛ dabei zu sein.“

Wie vielen Athleten des Jugend Team Deutschland tatsächlich der Sprung zu den Olympischen Spielen, vielleicht sogar direkt nach Tokio in knapp zwei Jahren gelingt, ist jedoch schwer abzusehen. „Die Altersstruktur des Jugend Team Deutschland hier in Buenos Aires war sehr jung, daher werden es die meisten nicht nach Tokio schaffen, aber fünf bis sechs Athleten haben sicherlich die Chance auch schon dort dabei zu sein“, sagte Katrin Werkmann, Chefin de Mission, zum Abschluss der Jugendspiele.

Die Olympischen Jugendspiele haben den Anspruch, neben dem sportlichen Wettkampf die Jugend der Welt auch über ein Erziehungs- und Bildungsprogramm vor Ort zu erreichen, was bei den deutschen Sportlern sehr gut ankam und angenommen wurde. Etwas lernen, Erfahrungen machen und diese teilen gilt bei den Jugendspielen also sowohl auf dem Sportplatz als auch daneben.

Doch gerade die Wettkampf-Erlebnisse prägen für die leistungssportliche Karriere, findet DOSB-Leistungssportvorstand Dirk Schimmelpfennig. „Wichtig für die Athletinnen und Athleten ist die erstmalige Erfahrung bei so einem internationalen Multisport-Event und der individuelle internationale Vergleich, den die Sportlerinnen und Sportler in ihren Sportarten und Disziplinen haben“, sagte er.

Die nächsten Olympischen Jugendspiele finden 2022 im Senegal statt. Zwei Jahre vorher gibt es die dritte Winter-Edition in Lausanne.

(Quelle: DOSB)