IOC legt größtes Sparprogramm der Geschichte auf

DOSB: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat ein neues Programm zur Reduzierung der Kosten für die Austragung von Olympischen Spielen veröffentlicht. Und: Einstimmigkeit im IOC über Russland-Frage

Bis zu einer Milliarde US-Dollar bei Sommerspielen und bis zu 500 Mio. US-Dollar bei Winterspielen – das IOC hat das größte Sparprogramm der olympischen Geschichte aufgelegt. Der Beschluss der IOC-Session Dienstag (6.2.) wird nach einer Mitteilung des IOC zu einer vollkommen neuen Herangehensweise an die Organisation Olympischer Spiele führen.

Es sei die „Neue Norm“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach (siehe auch IOC News und Infografik). In über 100 Bereichen sind Einsparpotenziale identifiziert worden. "Das sind die größten Einsparungen in der Geschichte der Olympischen Spiele", so Bach. Es handele sich um ein "grundlegendes Umdenken in der Organisation". Betroffen sei der gesamte Weg von der Kandidatur bis hin zum Vermächtnis der Spiele, meinte der IOC-Präsident.

Bereits im Oktober hatte das IOC den neuen Kandidatenprozess für die Olympischen Winterspiele 2026 vorgestellt. Er ist einfacher, preiswerter und partnerschaftlicher angelegt. Eine Kommission des IOC hatte sämtliche Punkte der Ausrichtung wie Unterkunft, Transport oder Technologie untersucht. "Wir haben geprüft, ob die richtigen Dienstleistungen und Produkte zur Verfügung gestellt werden, ob die Lieferzeiten optimal waren und wo wir zusätzliches Know-how zur Verfügung stellen können", sagte John Coates, Vorsitzender der IOC-Kommission. So habe beispielsweise ein Koordinierungsprozess zwischen den nationalen und regionalen Behörden sowie dem IOC und Tokio 2020 dazu geführt, den überarbeiteten Haushalt für die Sommerspiele in zwei Jahren um 2,2 Milliarden US-Dollar (1,79 Milliarden Euro) zu reduzieren.

Aktuell gibt es eine Vielzahl von Interessenten für die Ausrichtung kommender Olympischer Spiele: Calgary/Kanada, Sapporo/Japan, Sion/Schweiz, Stockholm/Schweden, drei Städte in den USA und Graz/Schladming in Österreich.

Einstimmigkeit im IOC über Russland-Frage

Die IOC-Session habe auch noch einmal intensiv die „Russland-Frage“ diskutiert, sagte IOC-Sprecher Christian Klaue. Dabei wurde die Entscheidung der IOC-Exekutive vom 5. Dezember 2017, das russische NOK zu suspendieren und sauberen russischen Athletinnen und Athleten den Weg zu den Spielen über eine Einladungsliste zu ebnen, einstimmig unterstützt. „Es gab lediglich zwei Enthaltungen. Die Gruppe „Olympic Athlete from Russia“ wird hier in PyeongChang unter der Olympischen Flagge und mit der Olympischen Hymne an den Start gehen. 168 Athletinnen und Athleten sind dabei. Allerdings haben 32 weitere Athletinnen und Athleten Klagen vor dem Internationalen Sportschiedsgericht CAS und vor einem Schweizer Gericht eingelegt.“

(Quelle: DOSB/ IOC / SID)