SAILING Champions League Finale 2017

Yacht Club Costa Smeralda gewinnt SAILING Champions League vor dem Team Ost Legal Sailing und der Société Nautique de Genève. Die bayerischen Clubs DTYC und LSC landen auf den Plätzen 23 bzw. 12. Der VSaW Berlin wird Siebter, punktgleich der NRV aus Hamburg.

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Die besten 32 Segelclubs aus ganz Europa lieferten sich  drei Tage lang bei idealen Bedingungen 48 spannende Rennen und kämpften um die begehrte silberne Meisterschale für den „Besten Yacht-Club des Jahres“.  Bei bis zu 20 Knoten Wind mussten die Teams am entscheidenden letzten Tag noch einmal alles geben. Am Ende hat der gastgebende Yacht Club Costa Smeralda das Audi SAILING Champions League Finale verdient gewonnen. Der russische Club Ost Legal Sailing wird Zweiter, vor Société Nautique de Genève aus der Schweiz.

Das Team vom Yacht Club Costa Smeralda (YCCS) dominierte die Final-Rennen von Anfang an und überzeugte mit 6 ersten Plätzen und vier zweiten Plätzen in insgesamt 12 gesegelten Rennen. In ihrem letzten Wettkampf (Flight 12, Race 2) reichte dem italienischen Team ein zweiter Platz, um sich frühzeitig den Meistertitel zu sichern (28 Punkte). Federico Michetti vom YCCS erklärt: "Die Auszeichnung Bester Yacht-Club des Jahres 2017´ ist eine große Ehre für uns. Es war ein fantastisches Regatta-Wochenende mit Flavio Favini als Steuermann und Branko Brcin sowie Luca Faravelli. Zusammen haben wir einen tollen Saisonabschluss geschafft.“

Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz beendete das russische Team von Ost Legal Sailing (Vladimir Lipavsky - Andrej Kochnev - Egor Larionov - Nikolay Kornev) die Rennen am heutigen Tag und sicherte sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Das Schweizer Team vom Club Société Nautique de Genève  (Guillaume Girod - Marc Stern - Nicolas Kauffmann - Mathieu Fischer) liegt auf dem dritten Platz. (36 Punkte).

NRV und VSAW auf vorderen Plätzen

Der Norddeutscher Regatta Verein (Tobias Schadewaldt – Florian Spalteholz – Niklas v. Meyerinck – Florian Weser) konnte sich nach schwachen Ergebnissen am ersten Tag deutlich steigern und liegt in der Gesamtwertung auf Platz 6, dicht gefolgt vom Verein Seglerhaus am Wannsee (Jan Jasper Wagner – Elias Rothe – Yannek Wloch – Julian Bergemann). Die Berliner vom VSAW haben sich am letzten Tag mit zwei Siege auf den 7. Platz nach vorne gekämpft, punktgleich mit dem NRV (beide 40 Punkte).

Der Lindauer Segler-Club (
Veit Hemmeter – Fabian Gielen – Martin Hastenkamp – Yannick Netzband) profitierte zwar am ersten Tag von den Leichtwindbedingungen, insgesamt reichte es aber nur zum 12. Platz.

Der Vorjahres-Sieger Deutscher Touring Yacht-Club
 (Maximilian Weiss – Luis Tarabochia – Dominik Müller – Marco Tarabochia) musste sich in diesem Jahr mit einem 23. Platz zufrieden geben. Vielleicht fehlte dem jungen Team, das gerade erfolgreich am Nord Stream Race teilgenommen hat, einfach die nötige Vorbereitungszeit.

Bei der Preisverleihung betonte Riccardo Bonadeo, Kommodore vom gastgebenden YCCS: "Die Audi SAILING Champions League ist ein ganz besonderer Saison-Abschluss in unserem 50. Jubiläumsjahr. Ich möchte mich bei allen 32 Teams, die aus ganz Europa zu uns gekommen sind, für die spannenden Rennen bedanken. Mein besonderer Glückwunsch geht natürlich an unser Team vom Yacht Club Costa Smeralda."

Insgesamt nehmen 32 Segelclubs aus 14 Ländern am diesjährigen Audi SAILING Champions League-Finale teil. Sie haben sich bei den Vorentscheidungen SAILING Champions League Act 1 in St. Petersburg (11.-13.8.) und Act 2 in St. Moritz (1.-3.9.) für das Finale qualifiziert. (SCL Pm.)

Alle Ergebnisse finden Sie hier: http://www.sailing-championsleague.com/ 

LSC wird 12. in der Segel-Championsleague

In der Segel-Championsleague hat der Lindauer Segler-Club zum Abschluss den zwölften Platz belegt. “Das ist vom Ergebnis her ganz in Ordnung,” meinte Steuermann Veit Hemmeter zum Finale in Porto Cervo auf Sardinien. “Unter den besten Mannschaften Europas ist das ein guter Platz.” Am Anfang hatte es am Sonntag wenig Wind. “Aber dann kam der Mistral durch, in der letzten Wettfahrt ballerte es mit 25 Knoten und mehr, da war nichts mehr mit dichtnehmen.”

Der Samstag begann für den LSC mit Pech, später kamen noch ein paar Pannen dazu, das Team ist von Rang vier auf Platz 13 zurückgefallen. “In den ersten beiden Läufen waren wir Erster und Zweiter,” schildert Taktiker Fabian Gielen den Tag. “Dann kassierten wir einen ungerechtfertigten Penalty, im nächsten Lauf hatten wir einen sehr engen Frühstart. Und zu guter Letzt wurden wir im letzten Lauf über die Lay-Line gedrückt, konnten nicht wenden und mussten dann die Parade an der Tonne abnehmen.”

“Trotz aller Widrigkeiten ist der Gesamtzwölfte hervorragend, unter insgesamt 32 Mannschaften ist das viel mehr als wir uns erwarten konnten,” sagte der LSC-Vorsitzende Karl-Christian Bay. “Einen großen Dank an die Mannschaft, die für den Verein gestartet ist und viel Zeit geopfert hat. Aber jetzt gilt es nach vorne zu schauen.”

Im November ist in Berlin das Finale der Segelbundesliga. Momentan steht der LSC als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz. “Da geht es um den Ligaerhalt,” so Veit Hemmeter. “Wenn es irgendwie geht, werde ich in Berlin antreten, damit wir nicht absteigen.”

Für den Lindauer Segler-Club starteten in der Championsleague Veit Hemmeter, Fabian Gielen, Martin Hostenkamp und Yannick Netzband. Ausgetragen wird die Segel-Championsleague wie die Bundesliga auf Einheitsyachten vom Typ J70. (LSC Pm.)