Erste deutsche Rio-Teilnehmer stehen fest

Der DOSB nominiert 44 Athletinnen und Athleten für die Olympiamannschaft

66 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) stehen die ersten deutschen Teilnehmer fest. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte am Dienstag in Frankfurt/Main 44 Athletinnen und Athleten aus sechs Sportarten für die Deutsche Olympiamannschaft - so auch die Segler/innen.

Darunter sind auch die beiden Goldmedaillengewinnerinnen von London im Team-Sprint, die Radrennfahrerinnen Kristina Vogel und Miriam Welte sowie zwei weitere Medaillengewinner von London, Fechter Peter Joppich und Bahnradsportler René Enders.

Es war die erste von insgesamt drei Nominierungsrunden. Die weiteren Termine folgen am 28. Juni (mit weiteren zwölf Sportarten) und am 12. Juli (mit den restlichen Sportarten, Sonderfällen sowie allen Betreuerinnen und Betreuern) jeweils auch in Frankfurt/Main.

Deutsche Olympiamannschaft Segeln 470 szyman gerz16stg

(10 Athleten / 4 F/6 M): Annika Bochmann (470er/ VSaW), Philipp Buhl (Laser St./ Segelclub Alpsee-Immenstadt), Ferdinand Gerz (470er / Segler-Verein Wörthsee), Erik Heil (49er / NRV), Victoria Jurczok (49erFX / VSaW), Anika Lorenz (49erFX / VSaW), Thomas Plößel (49er / NRV), Marlene Steinherr (470er / VSaW), Oliver Szymanski (470er / Joersfelder SC / Segel Verein Wörthsee; im Bild links), Toni Wilhelm (RS:X / WYC).

Laser Philipp Buhl STG s

Philipp Buhl (Laser Standard): „Rio ist für mich die erste Olympia-Teilnahme. Das ist natürlich etwas Besonderes. Ich weiß noch nicht genau, wie es sein wird, aber es prickelt jetzt schon. Mein sportliches Ziel für Rio ist, dort eine Medaille zu gewinnen, im Idealfall die Goldene.“

"Durch die Nominierung der ersten 44 Athletinnen und Athleten ist die heiße Vorbereitungsphase für Rio eingeläutet. Unter dem Motto ‘Wir für Deutschland` werden unsere Sportlerinnen und Sportler Deutschland sympathisch und erfolgreich repräsentieren”, sagte DOSB-Vorstand Leistungssport Dirk Schimmelpfennig, Sportlicher Leiter in Rio. „Wir sind zuversichtlich, dass viele Athletinnen und Athleten genau im August ihre Top-Form erreichen und an ihre Bestleistungen herankommen.“ Insgesamt sind unter den ersten Nominierten 20 Frauen und 24 Männer. Drei der Nominierten sind Alternate Athletes, die zwar in Rio vor Ort akkreditiert sind aber nicht im Olympischen Dorf wohnen.

Olympiamannschaft wird voraussichtlich rund 450 Teilnehmer/innen umfassen

Nach aktuellem Stand sei davon auszugehen, dass die Deutsche Olympiamannschaft rund 450 Teilnehmer/innen stark sein werde, sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper, in Rio Chef de Mission. Deutschland werde in 26 oder 27 der 28 Olympischen Sportarten vertreten sein. Die Olympiamannschaft wird im Basketball keine Mannschaft stellen, im Rugby hat das Männerteam am 18./19. Juni beim Qualifikationsturnier in Monaco noch eine Chance. „Es wird auf jeden Fall eines der größeren deutschen Teams“, sagte Vesper, „in den Spielsportarten haben bereits fünf Mannschaften die Olympiateilnahme in stark besetzten Qualifikationsturnieren geschafft, dazu kommt ein großes Leichtathletik-Team mit voraussichtlich mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“ In London gingen 392 deutsche Athletinnen und Athleten an den Start, in Peking 2008 waren es 440, 2004 in Athen 449.

Alle nominierten Sportlerinnen und Sportler haben vor ihrer Berufung in die Deutsche Olympiamannschaft die vom DOSB verabschiedete Athletenvereinbarung unterzeichnet. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) prüfte zudem, ob Regelverstöße gegen Dopingbestimmungen vorliegen. Zwischen dem Nominierungszeitpunkt und dem Beginn der Olympischen Spiele werden alle Mannschaftsmitglieder zusätzlich zu den üblichen Kontrollen noch mindestens einmal unangekündigt von der NADA getestet. "Wir sind davon überzeugt, dass die deutschen Athletinnen und Athleten für einen sauberen Sport ohne Doping und Manipulation eintreten”, sagte der Präsident des DOSB, Alfons Hörmann. “Wir wollen keinen schmutzigen Lorbeer und keinen Erfolg um jeden Preis.”

Profile auf www.olympiamannschaft.de
Mit der Nominierung wird auch die virtuelle Heimat der Deutschen Olympiamannschaft im Internet aktualisiert. Alle nominierten Sportlerinnen und Sportler werden auf der Seite www.olympiamannschaft.de mit eigenen Profilen dargestellt. Bis zum Beginn der Spiele wird die Webseite weiter ausgebaut und u.a. um einen detaillierten Zeitplan und einen Statistikteil ergänzt. Zudem ist die Olympiamannschaft auf den Plattformen Faceboook, Twitter, Instagram und Snapchat aktiv.

Das verbindende Element der digitalen Kommunikation von Athleten, Verbänden und Fans bleibt wie zu London 2012 und Sotschi 2014 das Hashtag #WirfuerD.

Schon vor den Spielen hat auch die Planung der Willkommensfeier für das Team begonnen. Die Mannschaft wird am 23. August nach der Landung auf dem Frankfurter Flughafen im Frankfurter Römer empfangen. (DOSB Pm.)